Erfolgreiche 3. Fachtagung: Kraft-Wärme-Kopplung in kommunalen Gebäuden

Stuttgart, 21.10.2013 – In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis DEZENT und dem Ministerium für Umwelt hatte die Firma Steinborn Innovative Gebäude- Energieversorgung am Dienstag zu einer Tagung zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung in kommunalen Gebäuden geladen. Professor Dr. Bernd Thomas, Leiter des Arbeitskreises, begrüßte die über 140 Teilnehmer und Teilnehmerinnen und führte durch das Tagesprogramm.
Die dreizehn Referenten konnten verschiedenste Aspekte der KWK beleuchten:

•    Vorteile und Chancen für Kommunen
•    rechtliche Rahmenbedingungen KWK
•    Contracting mit BHKW
•    Nahwärmeversorgung
•    Förderung von Blockheizkraftwerken
•    Einsatz in Schulgebäuden, Pflegeheimen, Wohngebieten, Verwaltung
•    BHKW Stromvermarktung im Mehrfamilienhaus

Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Austausch und suchten in Diskussionen gemeinsam nach Lösungsansätzen. Auch Minister Franz Untersteller begrüßte die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung für die Energiewende.

 

MDL Untersteller begrüßt die Teilnehmer

 

Herr Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg begrüßt die Teilnehmer/ innen im Haus der Wirtschaft, Stuttgart

 

Dr. Nitsch zeigt die CO2-Einsparung mit KWK und erneuerbare Energie

 

Dr. Nitsch (DLR) zeigte in seinem Impulsvortrag die mögliche  Reduktion der CO2 Emissionen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2050 durch erneuerbare Energie und Kraft-Wärme-Kopplung auf. Nach seiner Aussage ist ein Ausbau der erneuerbaren Energie ohne Kraft-Wärme-Kopplung nicht möglich. Dazu führte er mehrere Gründe an:
•    Die Kraft-Wärme-Kopplung weist einen sehr flexibler Anwendungsbereich von Einzelobjekten über Nahwärme bis zur Fernwärme auf
•    KWK-Anlagen zeichnen sich durch einen sehr effizienter Ressourceneinsatz aus. Daher wird die Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis des Brennstoffs Erdgas auch längerfristig mit dem Klimaschutz verträglich sein
•    Durch die Kopplung der Anlagen an Wärmeinfrastrukturen erfolgt eine verbrauchsnahe Bereitstellung der elektrischen Leistung und damit ein Beitrag zur Netzentlastung und zur Versorgungssicherheit
•    KWK- Anlagen können die fluktuierende Stromerzeugung aus Wind und Sonne sinnvoll und bedarfsgerecht ergänzen und das System stabilisieren (Wärmespeicherung, Kombination mit Power to Heat –Konzepten möglich); nicht effiziente fossile Grundlastkraftwerke („Must run“-Kapazitäten) können dadurch reduziert werden.
•    Mittelfristig ist der Ersatz von Erdgas durch Biogas, Holzgas, EE-Wasserstoff und EE-Methan möglich. KWK ist somit ein wesentlicher Bestandteil einer vollständig „solaren“ Energiewirtschaft mit effizienter „Verwertung“ großer EE-Stromüberschüsse.

Nachdem am Morgen die Entwicklungspotentiale, Chancen, rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderung von Blockheizkraftwerken und Nahwärmenetzen in Kommunen aufgezeigt wurden, waren am Nachmittag praktische Beispiele an der Reihe. Mit diesen Beispielen konnten einige Projekte der KWK in der kommunalen Gebäuden und Liegenschaften gezeigt werden. Dabei wurde auf eindrucksvolle Weise deutlich, dass Kraft-Wärme-Kopplung in kommunalen Gebäuden nicht nur funktioniert, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten umsetzbar ist.
Die Stromvermarktung wurde gleich in zwei Vorträgen auf höchst unterschiedliche Art gezeigt, einmal mit dem Stromverkauf an Nutzer und Bewohnen durch die Firma Steinborn innovative Gebäude-Energieversorgung und einmal durch die Stadtwerke Tübingen als Alternative zur herkömmliche Stromvermarktung.
Bei der Präsentation der anderen Praxisbeispiele konnte man einen deutlichen Ausbau der Pufferspeicher feststellen. Ziel der größeren Dimensionierung des Pufferspeichers ist die Bereitstellung von Regelleistung mittels KWK-Anlagen. Der Moderator Herr Prof. Dr. Thomas bestätigte den Willen der Arbeitsgruppe DEZENT sich mit dem Thema Blockheizkraftwerke in den Kommunen weiter zu beschäftigen und sprach die Bitte aus, sich an der Arbeitsgruppe DEZENT beim Umweltministerium zu beteiligen.
Die gute Resonanz auf die Tagung hat die Veranstalter in Ihrer Absicht bestärkt, bereits in 2014 die 4. Fachtagung dieser Art wie folgt zu organisieren:

Anmeldung für den Download

der Tagungsunterlagen ab 3.10.2014 verfügbar

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